Jurybegründung 150% Festival:
"Die besondere Aneignung von Stadt durch die Bespielung des öffentlichen Raums halten wir bei dieser Produktion für äußerst gelungen und im wahrsten Sinne des Wortes wegweisend.“
Hamburger Abendblatt:
„...Das hat das Künstlerkollektiv Die AZUBIS perfekt drauf: Es lässt den Spaß und die Situationskomik in Ernst umkippen, plötzlich entsteht mitten im Gelächter betretene Stille...“
Neue Osnabrücker Zeitung:
"Die AZUBIS spielten facettenreich mit Poesie und mutiger Leidenschaft.“
Hildesheimer Allgemeine Zeitung
„Es ist ein sehr schöner, zum Glück auch sehr humorvoller und ehrlich berührender Weg, zum Fühlen, Denken und Sprechen anzuregen.“
Hamburger Abendblatt:
„…Näher an der Realität als in dieser wundervollen Performance kann Theater nicht sein.“
kju - Magazin
„Eine wahrhaft magische Vorstellung.“

Wir, Die AZUBIS, Kai Fischer, Christopher Weiß und seit 2023 fest dabei, Caroline Heinemann, verstehen uns als Poeten des Alltags und das Leben als ständigen und nicht enden wollenden Lern – und Entwicklungsprozess. Angetrieben durch Neugier und grenzenlosen Wissensdurst befassen wir uns mit Themen, die uns im Alltag begegnen.
Mit naivem Blick und ehrlichem Interesse vermeiden wir, dass unsere Arbeit durch gängige Denkstrukturen und aus der Distanz gefällte Werturteile beeinflusst wird. So begegnen wir jedem Themenfeld mit liebevoller Wertschätzung, sei es der Umgang mit Fischködern oder der eigene Freitod.
Der Einsatz unserer künstlerischen Formen und die Wahl des Aufführungsortes orientieren sich am jeweiligen Inhalt des Projektes. Wir führen im klassischen Bühnenraum wie auch im Schrebergarten, in der Privatwohnung oder am Flughafen auf. Wir sind klein, schnell und überall zu Hause.
Wir nutzen das ganze Spektrum theatraler Kunst: Schauspiel, Gesang, Videoeinspieler, klassische Texte, skurrile Kostüme, Installationen. Wir kombinieren Objekt- Schatten- und Erzähltheater mit interaktiven Szenerien und verbinden diese mit site–specific und urban art Elementen. Wir beziehen ggf. weitere professionelle Künstler wie auch Experten des Alltags in unsere Arbeit ein. Und nicht zuletzt stehen wir selber als Versuchspersonen auf der Bühne. Da trifft dann Sandanimation auf Hamlet im silbrig gestreiften Bienenkostüm.
Bei unserer künstlerischen Arbeit gibt es keine klassische Zuteilung der Theaterbereiche und ihrer Aufgabenfelder. In gleichberechtigter Arbeit beleuchten wir, Laboranten, die Aspekte, die uns betreffen und interessieren, beziehen Stellung und thematisieren persönliche Meinungsverschiedenheiten und Konflikte mit künstlerischen Mitteln live auf der Bühne.
Wir eröffnen durch unsere künstlerische Arbeit Assoziationsspielräume, die das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten, Konflikte und Widersprüche in den Raum stellen und die Phantasie des Zuschauers anstoßen, so dass dieser das Bühnengeschehen vervollständigen und sich sein eigenes Urteil bilden kann.
Dr. phil. Caroline Heinemann ist Diplom Kulturwissenschaftlerin, freie Dramaturgin und Theaterwissenschaftlerin. Promotion über „Produktionsräume im Kinder- und Jugendtheater“ bei Prof. Dr. Geesche Wartemann. 2008 bis 2010 Lehre in Theorie und künstlerischer Praxis im Bereich Kindertheater und Zuschauerpartizipation an der Universität Hildesheim.
Seit 2012 ist sie festes Mitglied und Geschäftsführung bei Theater Kormoran. Hier in den Bereichen Konzeption, Dramaturgie und Produktionsleitung tätig. Sie hat mehrfach über die Bedeutung des Aufführungsraumes und die Zuschauerpartizipation als Teil theatraler Aufführungen im Kinder- und Jugendtheater publiziert. Seit 2013 Zusammenarbeit mit Die AZUBIS in den Breichen Organisation und Konzeption von Kindertheaterproduktionen. Caroline Heinemann lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Hamburg.
Christopher Weiß ist diplomierter Schauspieler und freier Regisseur.
Nach seinem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover folgte ein mehrjähriges Engagement am Deutschen Theater Göttingen, wo er auch inszenierte und als Autor tätig war. 2006 erhielt er den Göttinger Nachwuchsförderpreis für seine Inszenierung „Der Ball ist ein Sauhund“. Seit 2007 arbeitet Christopher Weiß freiberuflich in Hamburg.
Nach Engagements in diversen freien Ensembles wie auch am Thalia Theater Hamburg bewarb er sich erfolgreich an der w.i.w. AKADEMIE Brandenburg unter der Leitung von Tom Stromberg und schloss sein Studium im Januar 2009 mit dem Projekt „Fettschweif“ am Maxim Gorki Theater Berlin ab. In der Folge gründete Christopher Weiß gemeinsam mit Kai Fischer die Theatergruppe Die AZUBIS, mit der er bis heute zahlreiche Performanceprojekte im Bereich Hamburg und Niedersachsen umsetzte.
Christopher Weiß ist außerdem Autor der Jugendtheatersparte des Theaterensembles „boat people projekt“ in Göttingen. Er wurde mit der Produktion „Steh deinen Mann“ 2015 zum Augenblickmal Festival Berlin eingeladen.
Kai Fischer ist Theaterschaffender seit 1996 und diplomierter Kulturwissenschaftler seit 2007. Im Januar 2009 absolvierte er erfolgreich die w.i.w. AKADEMIE Brandenburg unter Tom Stromberg. Er arbeitet in freien Ensembles wie auch an festen Häusern. Hierbei ist er in vielfältigen Funktionen als Schauspieler, Regisseur, Videoszenarist und Theaterpädagoge tätig. Zeitgleich arbeitet er als Darstellendes-Spiel-Lehrer an verschiedenen Schulen in Hamburg (Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, Klosterschule, Stadtteilschule Bahrenfeld, etc.). Er kooperiert mit Initiativen wie der GWA ST. Pauli, TuSCH, tms und den Kulturagenten und doziert über das Spannungsfeld Performance/Soziale Arbeit. Sein derzeitiger künstlerischer Schwerpunkt liegt im modernen Schatten-, Puppen- und Objekttheater. Mit seiner Frau und seiner Tochter lebt er in Bargteheide.
Mit Caroline Heinemann arbeitet er seit 2022 partiell für das Theater Kormoran.
Mit Dorothee de Place arbeitet er seit 2023 in der Gruppe Die Wunderwollen.
Freundinnen und Verbündete:
Zwei Eulen - Büro für Kulturkonzepte
Kaja Jakstat studierte Szenische Künste an der Universität Hildesheim mit den Schwerpunkten zeitgenössisches Theater, Performance Medien. Neben verschiedenen Assistenzen und dramaturgischer Mitarbeit für She She Pop (u.a. bei Testament und Schubladen), initiierte sie an der Universität Hildesheim das Kooperationsfestival INSTANT in Zusammenarbeit mit dem Studiengang der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen und gründete die Theaterplattform State of the Art in Hildesheim. Als Dramaturgin arbeitet sie für das Label PARADEISERproductions und die Gruppe Interrobang. Sie ist Teil der Arbeitsgruppe Dramaturgie ohne Drama der Dramaturgischen Gesellschaft und war Stipendiatin des Internationalen Forums beim Theatertreffen 2011 sowie des Impulse Festivals 2011
Kaja Jakstat betreibt seit 2012 zusammen mit Maike Tödter und Aishe Spalthoff das Büro Zwei Eulen, in dem sie sich als Dramaturgin und Produktionsleiterin um die konzeptionelle wie pragmatische Unterstützung von Künstler*innen und freien Gruppen sowie um die organisatorische Rahmengestaltung für freie Projekte kümmert. Als Workshopleiterin, Moderatorin und Mediatorin begleitet sie unterschiedlichste Transformations- und Teamprozesse in den freien darstellenden Künsten.
Kaja Jakstat studierte Szenische Künste an der Universität Hildesheim mit dem Schwerpunkt zeitgenössisches Theater. Als Dramaturgin arbeitete sie u. a. für Meyer & Kowski, Die Azubis, das Label PARADEISERproductions, She She Pop und die Gruppe Interrobang. Zuhause in Hamburg arbeitete sie als Produktionsleitung erfolgreich in der organisatorischen und konzeptionellen Begleitung u. a. bei Projekten von Helge Schmidt (seit 2018), Marc von Henning (seit 2015), Julia Hart (seit 2019) und Anne Schneider(seit 2015).
Foto Credit: Félix L. Salazar
Lisa Apel ist Musikerin, Performerin und Theaterpädagogin. Sie lebt und arbeitet zwischen Hamburg und Hildesheim, wo sie gerade ihren BA in „Szenische Künste“ abschließt. Als Theaterpädagogin leitet sie den Kinderclub des Theater für Niedersachsen und hat bereits in unterschiedlichen Kontexten Workshops gegeben. Seit 2018 arbeitet sie kontinuierlich mit Die AZUBIS auf und hinter der Bühne in verschiedenen Kontexten zusammen. Sie arbeitete als Regieassistentin, Komponistin und Dramaturgin für verschiedene freie Theatergruppen sowie das Klabauter Theater und das Ernst Deutsch Theater. Seit über 15 Jahren ist Lisa in verschiedenen Konstellationen musikalisch tätig mit Schlagzeug, Percussion, Gitarre und Gesang.
Ab 2007 gehörte sie zum Team des Forschungstheaters im FUNDUS THEATER. Parallel entstanden eigene Produktionen u.a. in integrativen Projekten am Thalia Theater Hamburg. 2015 bis 2019 leitete sie das inklusive Klabauter Theater. 2018 gewann das Theater zahlreiche Preise. 2019 folgte die Anerkennung als professionelle Bühne und die Förderung als Privattheater durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Produktionen unter ihrer Regie und Koproduktionen mit freien Künstler:innen sowie Kooperationen u.a. mit dem dreamtime festival Milano, Europe beyond access und dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin.
Sie kooperiert mit Schulen im Rahmen der Programme TUSCH und Kulturagenten und unterrichtet weiterhin, zuletzt für die Theaterakademie Hamburg und das Goethe Institut Zagreb.
Dorothee ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.
